A2M On Tour
25.03.08
Daughtry live in Berlin
Kat
Das
Osterfest sollte in diesem Jahr einmal anders werden als sonst. Anstatt
Ostereiersuche im Sonnenschein gab es einen Satz heiße Ohren im eiskalten
Berlin.
Osterhäschen Chris Daughtry und seine Band spielten ihre erste Tour in
Deutschland und ließen die Wände im Columbia Club ordentlich wackeln. Etwas
erholt von der anstrengenden Fahrt im unbequemen Tourbus fegten Josh Paul
(Bass), Brian Craddock und Josh Steely (Gitarre) über die Bühne. Schlagzeuger
Joey Barnes, im Schottenrock und mit freiem Oberkörper, lachte beinahe im Kreis
und drosch nach Herzenslust auf sein Instrument ein. Chris Daughtry, wie immer
mit frisch polierter Glatze und engen Jeans, nahm den Club sofort für sich ein.
Der
erste Song war das brandneue "You Don't Belong", gefolgt vom knallharten
Rocktrack "What I Want". Spätestens bei "There and Back Again" wünschte ich mir
meine langen Haare zurück. Headbanging sieht mit langer Mähne nämlich eindeutig
cooler aus. Unterdessen griff Chris Daughtry bewaffnet mit Megaphon erneut die
Trommelfelle seiner Fans an. Doch eigentlich braucht ein echter Rocker nicht
mehr als seine Gitarre. Mit einer ganz besonderen Akustikversion von "All These
Lives" kam umgehend Gänsehautstimmung auf.
"WE
LOVE YOU CHRIS!" gellte es immer wieder aus den vorderen Reihen und nicht nur
die angereisten Fans aus Amerika konnten jedes Wort mitsingen. Der Funke sprang
über und die Energie zwischen Publikum und Band wurde unbeschreiblich. Beim Song
"Over You" stellte der gesamte Saal seine Gesangskünste unter Beweis.
Crewmitglied Matt, der zeitweilig für Joey Barnes Schlagzeug spielte, bekam ein
Ständchen zum Geburtstag. Und Joey, der sich offenbar am Ellbogen verletzt
hatte, konnte dennoch nicht umhin und prügelte mit nur einem Stick auf die
Becken ein. Dreihändig Schlagzeugspielen können auch nicht viele Künstler.
Nach
nur einer Stunde und 12 Songs verabschiedeten sich Daughtry schließlich und
hinterließen ein begeistertes, wenn auch kurzzeitig taubes Publikum. Die etwas
übersteuerte Technik war auch das Manko der Show. Die einzigartige Stimme von
Chris Daughtry wurde zu Beginn von den Instrumenten übertönt und stach nicht
ganz optimal hervor, wie man es vom Album gewohnt war. Dennoch war es ein
gelungener Auftritt, der auf mehr hoffen lässt. Das nächste Konzert dann auch
bitte mehr als nur eine Stunde.
zum Fotoalbum
Interview mit Chris Daughtry und Joey
Barnes
(coming soon)
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