A2M Tourtipp
25.03.08
Howdie und
willkommen Cleveland!
The Boss Hoss in concert
Text und Fotos:
Floree und
Kat
"Yeeeeeeeeeeehaw" gällte es nahezu pausenlos durch die
weiten Hallen des Alten Schlachthofs in Dresden. Die Cowboyhüte quetschten
sich biertragend an uns vorbei. Auf meiner Höhe hatte ich perfekte Sicht auf
die Shirts, die keinen Zweifel ließen, wo wir uns befanden. Wir waren auf
einem Konzert von The Boss Hoss umgeben von überzeugten Fans, von denen es
wohl kaum einer bei nur einem Konzert auf dieser Tour belassen werde, und echten
Truckern, die dank Benz immer auf dem laufenden sind, was diese Ausnahmeband
angeht.
Die erste Stunde war bestimmt von neuen Songs. Nicht alles tanzbar, aber
die Füße wirbelten allenortens Staub auf. In der zweiten Hälfte kamen dann
immer mehr bekannte Sachen von den ersten beiden Alben. Wodurch nicht nur
die Bewegungen anschwollen, sondern auch die Stimmen. Immer wieder
unterbrochen von Yeehaw Rufen, war doch "Shake and Shout" das eindeutige
Motto.
Das Konzert in Leipzig wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. Eine
Kröte aus dem nahe gelegenen Waldstück wurde beim überqueren der Strasse von
einem Taxi erfasst. Der Schuldige beging Fahrerflucht.
Dieser kleine matschgrüne Fan kam leider nicht in den Genuss der fast
ausverkauften Show. Auch hier sah man Menschen aller Bevölkerungsschichten.
Von Großstadtcowboys, Geschäftsmännern mit Anzug und Krawatte, 7 jährige
Kinder bis hin zur Punkerin mit Grün-Pink-farbenen Haaren und zerfetzen
Strumpfhosen war alles dabei. Wo sonst sieht man heutzutage noch Menschen
mit Eintracht Frankfurt Hemd und The Boss Hoss Cowboyhut?
Der Job des ermittelnden Journalisten, der sich in die Höhle des Löwen,
beziehungsweise in den Pressegraben vor die erste Reihe begab, war auch
nicht gerade ohne. Kreischende Groupies, Yeehawwende Jungs, brummende Bässe
und saufende Sänger machen
es einem nicht leicht gute Fotos zu schießen. Und trotz aller
Professionalität muss man einfach selbst mitwackeln und zappeln,
wenn alles "I'm on a High...Waaaay!" singt.
So fulminant wie die ganze Show war selbstredend auch die
Zugabe. Crowdsurfen geht nämlich auch anders, wie man uns bewiesen hat, als
einer der Band sein Surfboard rausholte und den guten Wellengang nutzte.
Teilweise eine recht wacklige Angelegenheit, trotzdem schaffte er die
letzten Meter sogar stehend.
Auf
thebosshoss.de kann man sich die Songs vom neuen Album "Stallion
Battalion" anhören. Das hält die Erinnerung wach und nicht nur deswegen
wissen wir: Wir kommen wieder. Yeehaw!
"Stallion Battalion"
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