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von Kat, Fotos: Alex

29.03.08

Während ihrer ersten Deutschland Tour trat die amerikanische Rockband Daughtry auch im Berliner Columbia Club auf. Mit uns redeten Sänger Chris Daughtry und Drummer Joey Barnes über das Tourleben, Batman, Ostereier und Jetlag.

Wie fühlt ihr euch, Jungs?
Chris: Munter. Unglaublich munter. Wir sind gerade erst aufgewacht.

Wie lief eure erste Deutschlandshow gestern in Köln?
Chris: Die Show war großartig, wirklich gut. Die Leute haben zu Songs mitgesungen, bei denen wir es nicht erwartet hätten.
Joey: Sie sangen zu Songs mit, die wir noch nicht mal kannten.
Chris: Und das interessante ist, sich an diese Busse zu gewöhnen. Wir sind solche Särge, solche Mini-Kojen einfach nicht gewöhnt. Man muss sich da irgendwie reinquetschen. Mein Rücken bringt mich echt um.

Also bekommt ihr keine schönen Hotelzimmer?
Joey+Chris: Nein.
Chris: Keine Hotelzimmer für uns. Nur der Bus.

Und wie sieht das in den USA aus? Ihr seit jetzt schon wielange unterwegs?
Chris: Ähm, wir touren seit...
Joey: Seit 7. Januar. Zwischendurch hatten wir mal ein paar Tage frei und jetzt touren wir noch mit Bon Jovi durch die Staaten.
Chris: Wenn wir mal einen Tag frei haben, gehen wir ins Hotel. Aber die Kojen in den USA sind viel größer, so dass wir uns drehen und strecken können und so. (fängt an sich ausgiebig zu strecken)
Joey: Die sind wie kleine Wohnungen

Wie ist das Touren mit Bon Jovi?
Chris: Toll.
Joey: Wir sind immer noch dabei. Nach den Deutschland Auftritten gehen wir wieder zurück und touren bis Mai.

Bon Jovi gehen im Mai hier auf Tournee. Ihr seid dann nicht zufällig die Vorband für sie?
Chris: Das ist schwierig zu sagen. Wir müssen ein Album aufnehmen.

Es haben sehr viele Fans danach gefragt.
Chris: Oh, ich weiß, ich weiß. And es wäre echt toll das zu machen.
Joey: Momentan ist das eine ganz wichtige Zeit für uns. Wir haben an Songs geschrieben und so und haben auch Familien. Weißt du, wir können nicht immer nur arbeiten, wir brauchen auch mal etwas Zeit für uns.

Euer Album ist momentan wirklich eines meiner Lieblingsalben.
Chris: Oh, danke!
Joey: Danke!.
Kat: Auf dem Weg hierher haben wir es die ganze Zeit im Auto gehört.
Chris: Singst du auch dazu? Singst du mir was vor?
Kat: Nein. nachher, wenn du auf der Bühne singst, singe ich aber mit.
Chris: Kommst du zur Show?
Kat: Na klar!
Chris: Fantastisch!
Joey: Sonst wärst du ja 2 Stunden umsonst gefahren.

Welcher der Songs auf dem Album ist der persönlichste für euch??
Chris: Hmm, der persönlichste? Momentan ist das wohl "Home", weil ich nie da bin.

Und welchen Song spielt ihr live am liebsten?
Joey: Ich mag “There and Back Again” und “Feels Like Tonite”. Zwei schnelle Nummern.
Chris: Die bringen das Publikum dazu sich zu bewegen.

Und wieviel Einfluss hattest du auf das Album? Gab es Leute, die dir vorgeschrieben haben, worüber oder was du schreiben sollst?
Chris: Nein, es war eigentlich das genaue Gegenteil. Niemand hat mir irgendetwas vorgeschrieben, bevor sie die Songs hörten. Sie hörten sich die Songs an und sagten dann, 'Wäre cool, wenn etwas mehr hiervon oder davon drin wäre.'. Und dann geht man eben etwas zurück und schreibt etwas, was eventuell noch gefehlt hat. Aber davon mal abgesehen, gab man mir viel Freiheit was den Inhalt anging und ich schrieb, was ich für richtig hielt.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Slash für “What I Want” zustande?
Chris: Naja, im Prinzip wurde er angerufen um zu sehen, ob er überhaupt interessiert wäre es zu machen.
Kat: Hattest du die Idee dazu?
Chris: Irgendwie schon. Howard und ich hatten, was das anging, das gleiche Gefühl. Wir haben eigentlich nicht gedacht, dass er zustimmen würde. Aber dann kam er rein und machte sein Ding. Es ging eigentlich ziemlich schnell, wir hatten garnicht wirklich Zeit zum Reden. Er war da und gleich auch schon wieder weg. Er war recht angenehm, ich hätte nicht gedacht, dass er so normal ist. Und dann hatten wir neulich die Chance zusammen rumzuhängen und live aufzutreten, was meiner Meinung nach etwas cooler war. Weißt du, im Studio kann man ihm nur zuschauen und dann haben wir die gleiche Bühne geteilt und das war ziemlich cool.

Wirklich toll! Wielange macht ihr Jungs nun schon Musik?
Chris: Jeder für sich selbst macht das schon eine ganze Weile. Wielange machst du schon Musik? (schaut zu Joey) Schon immer?
Joey: Ja, so in etwa.
Chris: Wir machen alle schon seit mindestens 10 oder mehr Musik. Als Band allerdings seit...
Joey: 2 Jahren.

Ihr seid also vor dem Album zusammen gekommen?
Chris: Ja, kurz bevor das Album rauskam.

Ist es ok, wenn ich dich etwas über American Idol frage?
Joey: oohhh!
Chris: Nein! ...war nur Spass.

Als du dich für die Show angemeldet hast, hattest du nicht etwas Angst davor was andere denken würden? Vielleicht auch wegen deinem Ruf als "echter" Musiker?
Chris: Yeah. Absolut. Das war die größte Angst Es könnte meiner Karriere helfen oder ihr schaden. Ja, das hatte ich definitiv im Hinterkopf, vorallem weil ich aus dem Rock Milieu komme und nicht ernst genommen werden könnte.

Hast du vorgesungen um erstmal einen Fuß in die Tür zu bekommen?
Chris: Yeah. In Bars zu spielen und nicht erkannt zu werden, nicht über diesen Punkt hinaus zu kommen und für die gleichen 15 Leute zu spielen, die auf deiner Gästeliste stehen... Natürlich war es ein Versuch da raus zu kommen.

Mal ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass du American Idol brauchtest um bekannt zu werden. Deine Stimme und Musik sind einfach so fantastisch.
Chris: Ich glaube das liegt an der Gegend, in der wir wohnen. Dort unten bekommen wir nicht viel Aufmerksamkeit von Plattenfirmen. Und außerdem habe ich Familie. Ich hätte nicht einfach mal in den Wagen steigen und herumreisen können. Das wäre wahrscheinlich einfacher gewesen, wenn ich nicht meine Rechungen hätte zahlen müssen. Auf dieser Ebene kann man nicht unbedingt seine Rechnungen zahlen.

In einerm Artikel wurdest du als 'American Idols bekanntester Verlierer' bezeichnet.
Chris: Toller Titel, oder? Hahaha

Wenn du gewonnen hättest, was wäre denn deiner Meinung nach anders gewesen?
Chris: Es wäre einfach nur Chris Daughtry und ein paar anonyme Typen, die hinter ihm auf der Bühne stehen. Es gäbe keine Band und die Hälfte der Musik wäre nicht auf diesem Album gelandet. Ich glaube nicht, dass ich die Platte hätte machen können, die ich hätte machen wollen. Ich denke der Titel an sich hätte mich und uns als Künstler eingeschränkt

Also werden die Gewinner von American Idol durch den Vertrag extrem eingeschränkt oder gar "geknebelt"?
Chris: Das weiß ich ehrlich gesagt garnicht so genau, weil es offenbar für einige Leute funktioniert. Ehrlich, Kelly Clarkson und Carry Underwood laufen gut, aber das gilt nicht für jeden.

Ich wußte nicht, dass Carry Underwood von American Idol kommt. Die Sendung läuft bei uns nicht.
Chris: Country Musik ist hier allgemein nicht so populär, oder?
Kat: Es gibt relativ viele Leute, die Country mögen, aber es ist nicht so angesagt wie Pop oder Rock Musik.

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