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26.06.05 - Kat und Floree

Unser letzter Roadtrip über die deutschen Grenzen hinaus, führte uns auf die grünste aller Inseln. Nach Ir(r)land. Zwei Konzerte standen auf unserem Terminplan, mal zur Abwechslung mit Bryan Adams als Headliner. Allerdings waren wir dieses Mal bei weitem nicht die einzigen internationalen Fans. Die ersten in der Schlange vor dem Point Theatre waren einige deutsche, gefolgt von Niederländern und einer Dame, die Mal eben aus Kanada rübergeflogen war um Keith Urban zu sehen, der als Support auftrat.

Den Veranstaltungsort zu finden war an sich nicht das Problem, nur ein verdammt laaaaanger Fußmarsch. Deshalb entschieden wir uns am zweiten Tag dazu den Bus zu nehmen, was leider auch nicht die beste Alternative war. Zumindest bekamen wir auf der ewig langen Fahrt eine Menge von Dublin zu sehen. Um genau zu sein vom Hafen. Gottseidank haben wir uns nicht irgendwann auf einem Schiff wiedergefunden! "Solange wir keine nassen Füsse bekommen, müssten wir noch in Irland sein, oder?" war unsere Hoffnung. Irgendwann kamen wir dann doch noch am Ziel an. Das tolle an Irland ist auch, dass in vielen Orten Rauchen und Trinken verboten ist. Kurz vor Showbeginn erklang deshalb eine Stimme aus dem Untergrund, die uns auf die Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam machte. Die nächstgelegenen Ausgänge haben wir gesehen, nur die Schwimmwesten und Sauerstoffmasken waren wohl gerade nicht in der Nähe.

Endlich gingen die Lichter aus und ein langhaariger Typ mit Jeans und schwarzem T-Shirt betrat die Bühne. Keith Urban und Band! Aha, so sehen also australische Countrysänger aus! Die Südstaateneinflüsse in seiner Musik waren unverkennbar, doch obwohl ich nie sehr an Country interessiert gewesen war, machte es mit der Zeit richtig Spass zuzuhören. Die ungekünstelte Leidenschaft, die Keith in seinen Songs ausdrückt ist wunderbar und auch ein Blinder konnte sehen, wieviel Spass die Jungs auf der Bühne hatten. Die Stimmung war so ansteckend, man musste einfach mittanzen. Nachdem er auf einem Barhocker Platz genommen hatte, erzählte Keith eine kleine Geschichte und spielte einige seiner grossartigen Balladen wie beispielsweise "You'll Think Of Me". Überraschenderweise konnten viele der Fans bereits zu seinen Songs wie "Days Go By" mitsingen. Na gut, nach den beiden Shows konnte ich das auch. Im Rückblick auf beide Nächte kann ich guten Gewissens sagen, dass es keine langweilige Minute mit Keith Urban gab und ich gebe zu, dass ich ihn sogar besser als Bryan Adams fand. 

Wo wir nun schon beim Thema sind, die Shows von Bryan Adams waren nicht schlecht, keinesfalls! Er zog sein übliches bodenständiges Rockprogramm durch, mit den Songs, die wir kennen und lieben.

Erschöpft und müde nach zwei langen Partynächten und zwei tollen Rockern besuchten wir ein letztes Mal die bar des Point Theatres um noch etwas Kultur zu erleben. Ein Guiness! Und abermals stellte sich die Konversation mit den Ir(r)en als äußerst schwierig heraus. Glaubt nicht, dass euch  euer Schulenglisch auf der Insel weiterhelfen könnte! Sogar Muttersprachler aus den USA mussten dreimal nachfragen, bevor sie einen Satz endlich verstanden hatten. Eine Horde Dubliner Securities bevölkerte plötzlich unseren Tisch und gab uns eine weitere Lektion in ihrer Sprache. "How can you say Fuck?" fragte einer der Typen geschockt. Auf irisch sagt man nämlich "Fäck". Und man spricht Dublin nicht "Dablin" aus, sondern "Dublin". Alles klar? Diese fäcking Dubliners eben. Übrigens ist uns aufgefallen, dass es sich leichter mit Ir(r)en reden lässt, wenn man vorher in der Old Jameson Distillery einen Shot Uisce Beatha (sprich: Ischke Baha) auch bekannt als Whiskey getrunken hat. In diesem Sinne: Cheers my friends!